Diagnose Reflux.

Heißt Diagnose immer wieder anders.

Heute gibt es eine Vielzahl von Verfahren, mit denen man einen Reflux diagnostizieren kann, leider jedoch nicht mit einer optimal hohen Sensitivität und Spezifität. Vielmehr müssen die Untersuchungen auf den kleinen Patienten mit seinen individuellen Fragestellungen und Symptomen abgestimmt werden.

Es ist oft die Kombination von mehreren Untersuchungen, die notwendig ist, da die Unterscheidung normaler oder krankhafter Refluxe sich klinisch als sehr schwierig erweisen. Im Einzelfall bedarf es einer umfassenden und subtilen Diagnostik. Auch bei klassischen Beschwerden sind weitere Untersuchungen notwendig, damit dessen Schweregrad in Zusammenhang der Ursache mit den subjektiven Symptomen nachzuweisen ist. Besonders schwierig gestaltet sich der Nachweis von einer extra-ösophagealen Refluxkrankheit „stiller Reflux“, bei der Kinder unter chronischen Atemwegerkrankungen oder HNO Problemen leiden.

Diagnose Reflux.

Diese Möglichkeiten stehen zur Verfügung.

Hier muss zwischen extra- und gastroösophagealen Reflux unterschieden werden.

Gastro-ösophagealer Reflux

Im folgenden genannt sind Methoden zur Diagnose der gastroösophagealen Refluxkrankheit, bei der Magensäure das Symptom Sodbrennen und Krankheiten wie Speiseröhrenentzündung und Kehlkopfentzündung hervorruft.

Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Sie kann kurzfristig zum Nachweis einzelner Refluxepisoden und der Magenentleerung dienen, insgesamt ist sie aber zur Diagnostik eines krankhaften Reflux nicht geeignet.

Ösophagus Breischluck

Die Untersuchung dient der Darstellung anatomischer Veränderungen (Engstellung, Hernien, Speiseröhren- und Magenentleerungsstörungen).

24 Stunden pH-Metrie

Die über 24 Stunden durchgeführte pH-Metrie erfasst die Refluxaktivität während eines ganzen Tages. Hiermit können saure Refluxepisoden sowie durch die Verwendung von 2 Messpunkten die Steighöhe des Refluxes erfasst werden. Parallel zur pH-Metrie muss ein Symptom- und Verhaltensprotokoll geführt werden.

24-Stunden-intraluminale-Impendanzmessung

Durch die intraluminale-Impendanzmessung wird jede Refluxerkrankung direkt und zugleich unabhängig vom pH-Wert erfasst. Die Steighöhe, die Geschwindigkeit und Clearance der Refluxepisoden lassen sich so genau bestimmen. In Kombination mit einer 24-Stunden-pH-Metrie kann zwischen sauren und nicht sauren Refluxen unterschieden werden. Im Rahmen dieses Verfahrens wird die Bewegung von Flüssigkeiten und Luft im Ösophagus gemessen. Besonders Patienten mit verringerter gastraler Aktivität wie z. B. Säuglinge oder Patienten unter säuresuppressiver Therapie zur Beurteilung der Anzahl und Intensität der Refluxereignisse profitieren von der Impedanzmessung. Zusätzlich ist es möglich, durch Funktionstasten wesentliche Symptome wie Husten oder Aufstoßen zu markieren und somit in eindeutiger Korrelation zum Refluxereignis zu bringen.

Obere Magen-Darm-Passage

Sie kann kurzfristig zum Nachweis einzelner Refluxepisoden und zur Magenentleerung herangezogen werden und dient in erster Linie zum Ausschluss struktureller Anomalien wie z.B. Fehlpositionen der großen herznahen Gefäße, ösophagealen Stenosen, dem Nachweis einer Gleithernie sowie der Beurteilung von ösophagealen Motilitätsstörungen. Der  Wert der Untersuchung in Bezug auf eine pathologische Refluxaktivität ist begrenzt.

Gastroskopie

Bei dieser Methode kann eine Entzündung in der Speiseröhre direkt beurteilt werden. Durch Entnahme von Gewebeproben wird die Diagnosetrennung von anderen Erkrankungen, die ähnliche Symptome hervorrufen, ermöglicht. Bei Kindern mit fehlenden gastrointestinalen Symptomen findet man bei der Gastroskopie in der Regel nur mild entzündliche Veränderungen. Ösophageale Biopsien tragen daher bei den Patienten einerseits zur Diagnose bei – lassen aber auch differentialdiagnostisch wichtige Ausschlussdiagnosen zu (z.B. Eosinophile Ösophagitis). Ergänzend ist eine funktionelle Endoskopie sinnvoll, die eine Aussage zur Funktion bzw. Fehlfunktion auch des oberen ösophagealen Sphinkters zulässt und Informationen über die Cardiafunktion und einen „Gasreflux“ liefert.

Extra-ösophagealer Reflux –

eine Herausforderung in der Diagnostik.

Man muss davon ausgehen, dass bei den meisten betroffenen Kindern nur eine Schwachform einer „Refluxkrankheit“ vorliegt und die Gesamtaktivität des gastrointestinalen Systems als grenznormal angesehen werden muss. In Einzelfällen kann wahrscheinlich sogar die normale Refluxaktivität bereits Ursache für eine schwere chronische Lungenerkrankung werden. Strategie der Diagnostik refluxassoziierter Erkrankungen ist der Ausschluss einer Vielzahl anderer Erkrankungen (z.B. Allergien, Immundefekte und genetische Erkrankungen wie CF und primäre ciliäre Dyskinesie) und gleichzeitig der Einsatz mehrerer Instrumente, die eine Minimalpathologie des gastrointestinalen und pulmonalen Systems erfassen.

2-Punkt pH-Metrie

Die über 24 Stunden durchgeführte 2-Punkt-pH-Metrie erfasst die Refluxaktivität während eines ganzen Tages. Durch die Positionierung der beiden Messpunkte in Magennähe und der zweite etwas auf Larynxhöhe, kann eine Abschätzung der potenziellen pulmonalen Relevanz einer pathologischen Refluxaktivität erreicht werden. Pathologische Werte des oberen Messpunktes bedingen eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen Zusammenhang von Refluxaktivität und chronischer Lungenerkrankung.

Eine neuere Methode ist die oropharyngeale pH-Metrie, die die Erfassung gasförmiger Refluxe erlaubt. Sie scheint daher besonders bei Patienten mit Problemen der oberen Atemwege geeignet zu sein.

Obere Magen-Darm-Passage

Sie kann kurzfristig zum Nachweis einzelner Refluxepisoden und zur Magenentleerung herangezogen werden und dient in erster Linie zum Ausschluss struktureller Anomalien wie z.B. Fehlpositionen der großen herznahen Gefäße, ösophagealen Stenosen, dem Nachweis einer Gleithernie sowie der Beurteilung von ösophagealen Motilitätsstörungen. Der  Wert der Untersuchung in Bezug auf eine pathologische Refluxaktivität ist begrenzt.

Bronchoskopie

Die Bronchoskopie ist geeignet, eine Vielzahl von Differenzialdiagnosen der chronischen Aspiration auszuschließen (Fehlbildungen, Fistel, Tracheomalazie etc.). Das typische Bild einer chronischen bzw. chronisch eitrigen Bronchitis mit häufig seitendifferenter Ausprägung  weist auf eine refluxassoziierte Erkrankung hin. Die Bronchoskopie wird bei Patienten mit Verdacht auf GÖR und bestehender Lungensymptomatik zur Verifizierung von Differentialdiagnosen (z.B. Fisteln, Fremdkörperaspiration, Fehlbildung) und zur GÖR-Diagnostik durchgeführt.

Bronchoalveoläre Lavage

Der Nachweis einer hohen Anzahl fettspeichernder Makrophagen (mehr als 5%) in der Lunge kann ein Hinweis auf eine chronische Aspirationsproblematik sein.

Oropharyngeale pH-Metrie

Die Untersuchung erlaubt die Erfassung gasförmiger Refluxe. Sie scheint daher besonders bei Patienten mit Problemen der oberen Atemwege geeignet zu sein.

Ösophagogastroskopie

Bei dieser Methode kann eine Entzündung in der Speiseröhre direkt beurteilt werden. Durch Entnahme von Gewebeproben wird die Diagnosetrennung von anderen Erkrankungen, die ähnliche Symptome hervorrufen ermöglicht. Bei Kindern mit fehlenden gastrointestinalen Symptomen findet man bei der Gastroskopie in der Regel nur mild entzündliche Veränderungen. Ösophageale Biopsien tragen daher bei den Patienten einerseits zur Diagnose bei – lassen aber auch differentialdiagnostisch wichtige Ausschlussdiagnosen zu (z.B. Eosinophile Ösophagitis). Ergänzend ist eine funktionelle Endoskopie sinnvoll, die eine Aussage zur Funktion bzw. Fehlfunktion auch des oberen ösophagealen Sphinkters zulässt und Informationen über die Cardiafunktion und einen „Gasreflux“ liefert.

24-Stunden-intraluminale-Impendanzmessung

Durch die intraluminale-Impendanzmessung wird jede Refluxerkrankung direkt und zugleich unabhängig vom pH-Wert erfasst. Die Steighöhe, die Geschwindigkeit und Clearence der Refluxepisoden lassen sich so genau bestimmen. In Kombination mit einer 24-Stunden-pH-Metrie kann zwischen sauren und nicht sauren Refluxen unterschieden werden. Im Rahmen dieses Verfahrens wird die Bewegung von Flüssigkeiten und Luft im Ösophagus gemessen. Besonders Patienten mit verringerter gastraler Aktivität wie z. B. Säuglinge oder Patienten unter säuresuppressiver Therapie zur Beurteilung der Anzahl und Intensität der Refluxereignisse profitieren von der Impedanzmessung. Zusätzlich ist es möglich, durch Funktionstasten wesentliche Symptome wie Husten oder Aufstoßen zu markieren und somit in eindeutiger Korrelation zum Refluxereignis zu bringen.

CT des Thorax

Mithilfe der CT des Thorax lassen sich sehr exakt Schädigungsmuster der Lungen erfassen und insbesondere schwere Schäden wie eine bereits vorliegende Bronchiektasie, ein Emphysem oder eine Fibrose erkennen.

FENO-Messung

Das bronchial exhalierte NO ist bei chronischer Bronchitis eher erniedrigt (unter 5 ppb) bei allergischer Entzündung in der Regel auf Werte über 25 ppb erhöht.